Dehnung und Schärfung
Dehnungs-h, ie vs. i, Doppelkonsonant, ck und tz — lerne, wie Vokallänge und Schreibung zusammenhängen, und trainiere typische Fehlerschwerpunkte mit Erklärungen und Feedback.
Aufgabentyp wählen
Bereich
Schwierigkeit
24 Aufgaben verfügbar
Strategien & Wissen
So erkennst du Dehnung und Schärfung sicher.
So erkennst du Dehnung und Schärfung
Die Sprechprobe anwenden
Sprich das Wort laut und achte auf den Vokal. Klingt er lang und gedehnt? Dann folgt oft nur ein einfacher Konsonant, ein Dehnungs-h oder ein „ie". Klingt er kurz und knapp? Dann folgt ein Doppelkonsonant, „ck" oder „tz".
Auf die Konsonanten nach dem Vokal achten
Nach einem kurzen Vokal wird der folgende Konsonant verdoppelt (Wasser, Sonne, bitten). Nach einem langen Vokal steht nur ein einfacher Konsonant (Wagen, Boden, bieten). Diese Grundregel gilt für die meisten deutschen Wörter.
Das Dehnungs-h erkennen
Das stumme Dehnungs-h steht nach einem langen Vokal vor den Konsonanten l, m, n und r: fahren, fehlen, Bahn, Uhr, nehmen, Mehl. Vor anderen Konsonanten gibt es kein Dehnungs-h. Nicht jeder lange Vokal braucht ein Dehnungs-h (z. B. Mut, Hut, Schaf).
ie vs. i unterscheiden
Ein langes „i" wird fast immer als „ie" geschrieben: Spiel, Biene, Liebe, Brief. Ein kurzes „i" bleibt als einfaches „i": Fisch, Tisch, bitte, Mitte. Wichtige Ausnahmen: ihm, ihr, Ihnen (Dehnungs-h statt ie) und Fremdwörter wie Tiger, Maschine, Bibel.
ck und tz als Sonderfälle der Schärfung
Im Deutschen gibt es kein „kk" und kein „zz". Stattdessen schreibt man nach kurzem Vokal „ck" (Stück, Blick, Zucker) und „tz" (Katze, Platz, Blitz). Nach Diphthongen (au, ei, eu, äu) steht nie ck/tz, sondern ein einfacher Konsonant.
Achtung: Die meisten Dehnungs- und Schärfungsregeln haben Ausnahmen. Besonders Fremdwörter (Tiger, Maschine) und einige Erbwörter (Mut, Hut) folgen nicht immer den Standardregeln. Im Zweifelsfall hilft der Duden.
Dehnung und Schärfung im Überblick
Dehnungs-h
Das Dehnungs-h steht nach langem Vokal vor l, m, n und r. Es ist stumm und zeigt nur die Vokallänge an.
fahren, fehlen, Bahn, Uhr, nehmen, Mehl, Wahl, Zahl
Bohne, Stuhl, kühl, Ruhm, Sohle, empfehlen
Ausnahmen ohne h: Mut, Hut, Schaf, Tal, Schal
ie vs. i
Langes „i" wird fast immer als „ie" geschrieben. Kurzes „i" bleibt als einfaches „i". Einige Fremdwörter und die Pronomen ihm/ihr/ihnen sind Ausnahmen.
Langes i: Spiel, Biene, Liebe, Brief, Spiegel, Ziel
Kurzes i: Fisch, Tisch, bitte, Mitte, Himmel, Brille
Ausnahmen: ihm, ihr, Ihnen, Tiger, Maschine, Bibel
Doppelkonsonant
Nach kurzem Vokal folgt ein Doppelkonsonant (Wasser, Sonne, bitten). Nach langem Vokal steht nur ein einfacher Konsonant (Wagen, Boden, bieten).
Kurz: Wasser, Sonne, Mutter, Himmel, Teller, Brille
Lang: Wagen, Boden, Hut, Schaf, Mehl, Stuhl
Vergleich: bitten (kurz) vs. bieten (lang)
ck und tz
Im Deutschen steht statt „kk" immer „ck" und statt „zz" immer „tz". Beide stehen nach kurzem Vokal. Nach Diphthongen und nach Konsonanten steht nie ck/tz.
ck: Stück, Blick, Zucker, Brücke, Rücken, Glocke
tz: Katze, Platz, Blitz, Netz, Schatz, Hitze
Nie nach Diphthong: Streit (nicht Streitz), Bauch (nicht Bauck)
Wissen testen
Kurze Quizfragen zu Dehnung und Schärfung.
Grundlagen der Vokallänge
1.Woran erkennt man in der Schreibung, ob ein Vokal lang oder kurz gesprochen wird?
2.Welches Wort hat einen langen Vokal?
3.Was ist ein Dehnungs-h?
