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Satzbau und Satzstellung

Verbzweitstellung, Satzklammer, Fragesätze und Satzgliedstellung — lerne, wie deutsche Sätze aufgebaut sind, und trainiere die richtige Wortstellung mit Erklärungen und Feedback.

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Strategien & Wissen

So erkennst du die richtige Satzstellung.

So erkennst du die richtige Satzstellung

Die Verbprobe

Finde zuerst das finite (konjugierte) Verb. Im Aussagesatz steht es an zweiter Satzgliedstelle. In Ja/Nein-Fragen steht es an erster Stelle. Wenn du das Verb gefunden hast, erkennst du auch die Satzart.

Die Umstellprobe

Stelle verschiedene Satzglieder an den Satzanfang (ins Vorfeld). Das Verb bleibt dabei immer an Position 2 — nur das Subjekt rückt hinter das Verb (Inversion). Was sich gemeinsam verschieben lässt, ist ein Satzglied.

Die Klammerprobe

Suche den zweiten Verbteil: Vorsilbe (auf, an, mit …), Infinitiv oder Partizip. Er bildet mit dem finiten Verb die Satzklammer. Im Mittelfeld dazwischen stehen alle Ergänzungen und Angaben.

TEKAMOLO merken

Im Mittelfeld stehen adverbiale Bestimmungen in einer Grundreihenfolge: Temporal (wann?) – Kausal (warum?) – Modal (wie?) – Lokal (wo/wohin?). Diese Merkhilfe heißt TEKAMOLO und hilft bei der natürlichen Satzstellung.

Satzart bestimmen

Die Verbposition verrät die Satzart: Aussagesatz (Verb an Pos. 2), Entscheidungsfrage (Verb an Pos. 1), W-Frage (Fragewort + Verb an Pos. 2), Aufforderung (Verb an Pos. 1). Erkenne die Satzart, dann weißt du, wo das Verb hingehört.

Achtung: Die Grundregeln gelten für die allermeisten Sätze. In der gesprochenen Sprache und in bestimmten Textsorten (z. B. Lyrik, Überschriften) kann die Wortstellung abweichen. Im Schulkontext gelten die hier geübten Regeln.

Satzbau und Satzstellung im Überblick

Verbzweitstellung

Im deutschen Aussagesatz steht das finite Verb immer an der zweiten Satzgliedstelle. Das Vorfeld (Position 1) kann von verschiedenen Satzgliedern besetzt werden — nicht nur vom Subjekt.

Merke: Das Verb steht im Aussagesatz immer an Position 2 — egal, was davor steht!

Ich gehe morgen ins Kino. / Morgen gehe ich ins Kino.

Den Kuchen hat meine Mutter gebacken. (Objekt im Vorfeld)

Leider kann ich heute nicht kommen. (Adverb im Vorfeld)

Fragesätze

In Entscheidungsfragen (Ja/Nein) steht das Verb an Position 1 (Verberststellung). In W-Fragen steht das Fragewort an Position 1 und das Verb an Position 2.

Merke: Ja/Nein-Frage: Verb zuerst! W-Frage: Fragewort + Verb!

Entscheidungsfrage: Kommst du morgen? / Hast du das Buch gelesen?

W-Frage: Wann kommst du? / Warum bist du so müde?

Zusammengesetzte Fragewörter: Seit wann …? / Auf welche Weise …?

Satzklammer

Das finite Verb bildet die linke Satzklammer (Pos. 2), der zweite Verbteil (Vorsilbe, Infinitiv, Partizip) die rechte Satzklammer (Satzende). Dazwischen liegt das Mittelfeld mit allen Ergänzungen.

Merke: Satzklammer = finites Verb (Pos. 2) + zweiter Verbteil (Ende). Dazwischen: Mittelfeld!

Trennbar: Er macht das Fenster auf. (macht … auf)

Modal: Sie muss morgen arbeiten. (muss … arbeiten)

Perfekt: Wir haben den Film gesehen. (haben … gesehen)

Satzglieder ordnen

Im Mittelfeld folgen adverbiale Bestimmungen der Reihenfolge TEKAMOLO: Temporal – Kausal – Modal – Lokal. Pronomen stehen möglichst nah am Verb. Bei Nomen-Objekten gilt: Dativ vor Akkusativ.

Merke: TEKAMOLO: Erst wann, dann warum, dann wie, dann wo. Pronomen nach vorn, Dativ vor Akkusativ!

TEKAMOLO: Sie lernt am Samstag (T) wegen der Prüfung (K) intensiv (M) in der Bibliothek (L).

Pronomen: Er hat es (Akk.) ihr (Dat.) gestern gesagt.

Nomen: Die Mutter gibt dem Kind (Dat.) einen Apfel (Akk.).

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Kurze Quizfragen zu Satzbau und Satzstellung.

Verbstellung im Hauptsatz

1/3

1.An welcher Stelle steht das finite Verb im deutschen Aussagesatz?

2.Was passiert, wenn ein anderes Satzglied als das Subjekt im Vorfeld steht?

3.Welcher Satz hat eine korrekte Verbzweitstellung?

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