Entscheidungsfragen als Aussagesätze einordnen, weil kein Fragewort vorhanden ist
Satzarten bestimmen — sicher und schnell
Lerne, Aussagesätze, Fragesätze und Aufforderungssätze sicher zu unterscheiden. Mit Übungen zur Verbstellung, zu Satzzeichen und zu schwierigeren Fällen wie Entscheidungsfragen.
Merksätze
Aussagesatz
Der Aussagesatz macht eine Mitteilung. Das Verb steht an zweiter Stelle, der Satz endet mit einem Punkt.
Verb an zweiter Stelle → Aussagesatz. Beispiel: „Die Katze schläft."
Fragesatz (W-Frage)
W-Fragen beginnen mit einem Fragewort (wer, was, wann, wo, wie, warum) und enden mit einem Fragezeichen.
Fragewort am Anfang → W-Fragesatz. Beispiel: „Wann kommst du?"
Fragesatz (Entscheidung)
Entscheidungsfragen haben kein Fragewort — das Verb steht direkt an erster Stelle. Sie enden mit einem Fragezeichen.
Verb vor Subjekt, kein Fragewort → Entscheidungsfrage. Beispiel: „Kommst du morgen?"
Aufforderungssatz
Aufforderungssätze enthalten einen Befehl oder eine Bitte. Das Verb steht im Imperativ am Satzanfang und der Satz endet mit einem Ausrufezeichen.
Imperativ am Anfang → Aufforderungssatz. Beispiel: „Komm sofort her!"
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12 Aufgaben verfügbar
Strategien & Wissen
So erkennst du Aussage-, Frage- und Aufforderungssätze sicher.
So bestimmst du Satzarten sicher
Verbstellung prüfen
Beim Aussagesatz steht das finite Verb an zweiter Stelle. Beim Fragesatz ohne Fragewort steht das Verb ganz vorne (Verb-Erst-Stellung). Beim Aufforderungssatz beginnt das Verb im Imperativ den Satz.
Fragewörter erkennen
W-Fragewörter (wer, was, wann, wo, wie, warum, woher, wohin, welcher) leiten immer eine W-Frage ein. Steht kein Fragewort, aber das Verb vor dem Subjekt, liegt eine Entscheidungsfrage vor — diese kann man mit „Ja" oder „Nein" beantworten.
Imperativ identifizieren
Aufforderungssätze enthalten ein Verb im Imperativ: „Geh!", „Kommt!", „Sei ruhig!". Auch höfliche Bitten wie „Könntest du bitte …" oder „Würden Sie …" sind funktional Aufforderungssätze.
Satzzeichen als Schlüssel
Der Punkt steht nach Aussagesätzen, das Fragezeichen nach Fragesätzen, das Ausrufezeichen nach Aufforderungssätzen und Ausrufsätzen. Im Zweifelsfall: Bestimme zuerst die Satzart, dann folgt das Satzzeichen automatisch.
Kommunikative Absicht beachten
Manchmal stimmt die Form nicht mit der Funktion überein. „Du könntest ja mal aufräumen." ist grammatisch ein Aussagesatz, kommunikativ aber eine Aufforderung. Bei solchen Fällen zählt im Schulkontext die kommunikative Absicht.
Die drei Satzarten im Überblick
Aussagesatz
Der Aussagesatz macht eine Mitteilung. Das finite Verb steht an zweiter Stelle. Er endet mit einem Punkt.
Die Katze sitzt auf dem Dach.
Morgen fahren wir in den Urlaub.
Heute scheint die Sonne besonders hell.
Fragesatz
Fragesätze erfragen eine Information. W-Fragen beginnen mit einem Fragewort. Entscheidungsfragen haben das Verb an erster Stelle. Beide enden mit einem Fragezeichen.
Wann kommst du nach Hause?
Warum lachst du so laut?
Hast du das Buch gelesen?
Kommt ihr morgen auch?
Aufforderungssatz
Aufforderungssätze enthalten einen Befehl oder eine Bitte. Das Verb steht im Imperativ an erster Stelle. Sie enden mit einem Ausrufezeichen.
Komm sofort her!
Sei bitte etwas leiser!
Helft mir beim Aufräumen!
Könntest du bitte das Fenster öffnen?
Wissen testen
Kurze Quizfragen zu den drei Satzarten.
Grundlagen
1.Welches Satzzeichen steht am Ende eines Aussagesatzes?
2.An welcher Stelle steht das Verb in einem Aussagesatz?
3.Welcher Satz ist ein Fragesatz?
Was du hier lernst
Für wen ist dieses Tool geeignet?
Geeignet für Klasse 5 bis 7. Besonders hilfreich, wenn Fragesätze ohne Fragewort oder höfliche Aufforderungen noch Unsicherheiten bereiten.
Thema einfach erklärt
Im Deutschen lassen sich Sätze nach ihrer Funktion in verschiedene Satzarten einteilen. Der Aussagesatz teilt etwas mit — das Verb steht an zweiter Stelle und der Satz endet mit einem Punkt. Der Fragesatz erfragt eine Information: W-Fragen beginnen mit einem Fragewort, Entscheidungsfragen stellen das Verb an den Anfang. Beide enden mit einem Fragezeichen. Der Aufforderungssatz enthält einen Befehl oder eine Bitte — das Verb steht im Imperativ an erster Stelle, der Satz endet meist mit einem Ausrufezeichen.
Typische Fehler
Höfliche Bitten wie „Könntest du …" nicht als Aufforderung erkennen
Punkt statt Ausrufezeichen nach Aufforderungen setzen
Satzzeichen setzen, bevor die Satzart bestimmt wurde
So gehst du vor
- 1
Satz lesen und die Hauptaussage erfassen
- 2
Verb suchen und seine Position im Satz bestimmen
- 3
Prüfen: Steht ein Fragewort am Anfang?
- 4
Entscheiden: Wird etwas mitgeteilt, gefragt oder gefordert?
- 5
Das passende Satzzeichen ableiten
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Häufig gestellte Fragen
Satzarten sicher beherrschen — mit echter Nachhilfe.
In der Nachhilfe üben wir Satzarten an echten Texten und Sätzen aus dem Unterricht. So wird Grammatik kein trockenes Regelwerk, sondern ein Werkzeug für besseres Schreiben und Verstehen.
