σ² (Varianz) und σ (Standardabweichung) verwechseln: N(μ, σ²) enthält die Varianz, nicht σ
Normalverteilung üben
Lerne die Normalverteilung von Grund auf: Glockenkurve erkunden, die 68-95-99.7-Regel anwenden und z-Werte sicher berechnen — mit interaktiver SVG-Visualisierung und 18 Übungsaufgaben.
Normalverteilung interaktiv erkunden
Normalverteilung N(μ, σ²)
μ = 0, σ = 1
Ca. 68% der Werte liegen in [μ−σ, μ+σ]
Dichtefunktion
φ(x) = 1/(σ√(2π)) · e^(−(x−μ)²/(2σ²))
Merksätze
Normalverteilung
Glockenkurve mit Erwartungswert μ (Modus, Symmetriezentrum) und Standardabweichung σ (Breite der Kurve). Die Fläche unter der Kurve ist immer 1.
Je kleiner σ, desto schmaler und steiler die Glockenkurve.
3-Sigma-Regel
In [μ−σ, μ+σ] liegen ca. 68%, in [μ−2σ, μ+2σ] ca. 95% und in [μ−3σ, μ+3σ] ca. 99.7% aller Werte einer Normalverteilung.
Merke: 1σ → 68%, 2σ → 95%, 3σ → fast alles (99.7%).
z-Transformation
Der z-Wert standardisiert jeden Messwert x: Er gibt an, wie viele Standardabweichungen x vom Mittelwert μ entfernt ist. z > 0: über μ, z < 0: unter μ.
Rückrechnung: x = μ + z·σ
Standardnormal
Die Standardnormalverteilung hat μ=0 und σ=1. Jede Normalverteilung lässt sich durch z-Transformation auf N(0,1) zurückführen. Φ(z) = P(Z≤z).
P(Z≤0) = 0.5 und P(Z≥z) = 1−Φ(z)
Quantil berechnen
Ein Quantil ist der x-Wert zu einem gegebenen Φ-Wert. Gegeben: P(X ≤ x) = Φ(z). Schritte: (1) z aus Φ-Tabelle ablesen, (2) x = μ + z·σ berechnen.
Umkehrung der z-Transformation: z→x statt x→z. Φ(1)≈0,8413 → z=1; Φ(2)≈0,9772 → z=2. Wichtig für Abitur-Aufgaben.
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6 Aufgaben verfügbar
Normalverteilung
Glockenkurve, 68-95-99.7-Regel, Standardnormalverteilung und z-Werte verstehen und anwenden.
Dichtefunktion
φ(x) = 1/(σ√(2π)) · e^(−(x−μ)²/(2σ²))
N(0,1): Standardnormalverteilung
N(100, 225): μ=100, σ=15
Fläche unter der Kurve = 1 (immer!)
68-95-99.7-Regel
1σ: 68% | 2σ: 95% | 3σ: 99.7%
P(μ−σ ≤ X ≤ μ+σ) ≈ 0.68
P(μ−2σ ≤ X ≤ μ+2σ) ≈ 0.95
P(μ−3σ ≤ X ≤ μ+3σ) ≈ 0.997
Standardnormalverteilung
Z ~ N(0,1): μ=0, σ=1
P(Z ≤ 0) = 0.5 (Symmetrie)
P(−1 ≤ Z ≤ 1) ≈ 0.68
P(Z ≥ z) = 1 − Φ(z)
z-Transformation
z = (x − μ) / σ
x = μ+σ → z = 1
x = μ−2σ → z = −2
x = μ+z·σ (Rückrechnung)
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Grundbegriffe der Normalverteilung
1.Was beschreibt der Parameter μ bei der Normalverteilung?
2.Wie groß ist die Fläche unter der gesamten Glockenkurve?
3.Was gilt für den Bereich [μ−3σ, μ+3σ] bei einer Normalverteilung?
Was du hier lernst
Für wen ist dieses Tool geeignet?
Besonders hilfreich für Schülerinnen und Schüler der Klasse 11 und 12, die die Normalverteilung in Stochastik neu einführen oder die 68-95-99.7-Regel und z-Werte noch nicht sicher anwenden können.
Thema einfach erklärt
Die Normalverteilung (Glockenkurve) ist die wichtigste stetige Wahrscheinlichkeitsverteilung in der Statistik. Sie wird durch zwei Parameter beschrieben: den Erwartungswert μ (Mittelpunkt, Symmetriezentrum, Modus) und die Standardabweichung σ (Breite der Kurve). Je kleiner σ, desto steiler und schmaler die Kurve. Die Gesamtfläche unter der Kurve beträgt immer 1. Die 68-95-99.7-Regel besagt: Ca. 68% der Werte liegen in [μ−σ, μ+σ], ca. 95% in [μ−2σ, μ+2σ] und ca. 99.7% in [μ−3σ, μ+3σ]. Für Wahrscheinlichkeitsberechnungen standardisiert man auf die Standardnormalverteilung N(0,1) mithilfe der z-Transformation: z = (x − μ) / σ.
Typische Fehler
Vergessen: P(Z ≥ z) = 1 − Φ(z) — Gegenwahrscheinlichkeit für rechtsseitige Flächen
Die 68-95-99.7-Regel falsch anwenden: 1σ → 68%, nicht 50%
z-Formel umgekehrt: z = σ / (x − μ) statt z = (x − μ) / σ
Nicht beachten, dass P(X ≤ μ) = 0.5 für jede Normalverteilung gilt (unabhängig von σ)
So gehst du vor
- 1
Parameter ablesen: μ (Erwartungswert) und σ (Standardabweichung) aus der Aufgabe entnehmen.
- 2
68-95-99.7-Regel anwenden: Liegt x in [μ±σ], [μ±2σ] oder [μ±3σ]?
- 3
Für genaue Wahrscheinlichkeiten: z-Wert berechnen mit z = (x − μ) / σ.
- 4
Φ-Tabelle ablesen: P(X ≤ x) = Φ(z) gibt die linksseitige Wahrscheinlichkeit.
- 5
Gegenwahrscheinlichkeit nutzen: P(X ≥ x) = 1 − Φ(z).
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Häufig gestellte Fragen
Normalverteilung und Stochastik noch nicht sicher?
In der Nachhilfe erklären wir Stochastik Schritt für Schritt — von der Normalverteilung über z-Werte bis zu Wahrscheinlichkeitsberechnungen mit der Φ-Tabelle.
